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Strom als Wärme speichern: Schlangestehen vorm Heizungskeller!

Großer Andrang beim Infotag der Energieagentur Oberfranken in Wolpersreuth

Ein Tag der offenen Tür im Heizungskeller? Die Idee war ungewöhnlich, und wir waren uns offen gestanden nicht ganz sicher, ob die Präsentation einer Heizungsanlage tatsächlich so viel Anziehungskraft entfalten kann. Aber die Resonanz war riesig!

 

 

Was wir zeigen wollten: Es muss nicht immer ein Akku sein!

Auch mit einem großen Wärmespeicher kann man überschüssigen Solarstrom hervorragend puffern.

Michael Fuchs aus Wolpersreuth im Landkreis Kulmbach hatte genau diese Idee, als er im Sommer 2018 seinen alten Heizölkessel in Rente schickte und eine Wärmepumpe installieren ließ. Hinzu kam ein ungewöhnlich großer Pufferspeicher mit 3.500 Litern Inhalt, der nun vorwiegend mit Solarstrom und Scheitholz erwärmt wird. Der Clou liegt in der Kombination der verschiedenen Wärmeerzeuger. Ein wasserführender Kaminofen speist den Puffer genauso wie die Wärmepumpe, und wenn der Strom der Photovoltaikanlage nicht mehr ganz für die Wärmepumpe ausreicht, kann ein elektrischer Heizstab die Restenergie immer noch sehr gut verwerten. Ziel ist, soviel PV-Strom wie möglich im eigenen Haushalt zu nutzen - eine Anforderung, die für immer mehr Betreiber von Photovoltaikanlagen gilt, wenn ab 2020 die ersten Altanlagen aus der Förderung fallen.

Damit das alles reibungslos funktioniert, ist eine besondere Regelung erforderlich, die alle Komponenten verknüpft, überwacht und steuert und dabei dem Hausherrn den Großteil der Arbeit abnimmt. All dies hat im Wohnhaus der Familie Fuchs bestens geklappt und soll sich nun in der ersten Heizsaison bewähren. Wir sind schon gespannt auf die ersten Erfahrungswerte.

Die Lösung, die dabei entstand, ist sicher nicht auf alle Haushalte übertragbar. Dennoch war die Resonanz riesig: Bei unserem "Tag der offenen Tür" gaben sich rund 200 Besucher förmlich die Klinke in die Hand, um die Anlage zu besichtigen und allerlei Fragen zum Thema "Erneuerbares Heizen" zu stellen. Unsere Fachleute im Heizungskeller kamen mit dem Erklären kaum hinterher, und immer wieder mussten Gäste warten, bis der Raum wieder aufnahmefähig war.

Schon am Vormittag hatten wir ein Seminar für Energieberater veranstaltet, dass

Wir sagen "Herzlichen Dank":

  • an die Familie Fuchs für die Öffnung ihres Anwesens,
  • allen beteiligten Experten für das geduldige Erklären,
  • Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger vom Landkreis Kulmbach für die tolle Unterstützung
  • und allen Besuchern für ihr Verständnis, dass es manchmal ein bisschen länger gedauert hat!

 

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